Aktuelles
Neue Kurse haben begonnen

Gehe am 01.08.2015

nach 15 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand

 

 


Meine Empfehlung

Ernährung

Ich ernähre meinen  Hunde nach BARF (Biologisch artgerecht rohe Fütterung).

Die Grundüberlegung ist, dass der Hund als Karnivor m.E. nicht artgerecht ernährt werden kann mit dem marktüblichen getreidelastigen, hitzebehandelten und mit Konservierungsstoffen gespickten Fertigfutter. Beim Fertigfutter muss man bedenken, dass Hundefutterhersteller nur die Zusatzstoffe auf den Verpackungen angeben müssen, die sie selbst zugesetzt haben. Enthalten die Grundsubstanzen, die sie einkaufen, bereits Konservierungsstoffe, müssen diese nicht deklariert werden.



Ich füttern ausschließlich Hühner- und Putenhälse, Rind und Lamm, Herz, Pansen und Blättermagen, zwischendurch auch mal Fisch und Leber. Dazu kommt jeden Tag eine kleine Menge püriertes Gemüse/Obst, hochwertige Öle und Rinderknochen. Wichtig ist in jedem Fall, dass alles roh gegeben wird, besonders keine gekochten Knochen. Nur gekochte, gebratene und gegrillte Knochen sind gefährlich, sie können dem Hund schwere innere Verletzungen zufügen. Knochen sind wichtig für die Calciumversorgung und verhindern Zahnstein.



Ein Hund hat eine zehnfach höhere Konzentration von Magensäure als der Mensch, weshalb ihm auch älteres Fleisch etc. überhaupt nichts ausmacht. Diese wird jedoch zurückgebildet, wenn sie überflüssig ist. Während rohes Futter "nur" ungefähr 12 Stunden im Magen verbleibt, braucht es bei Trockenfutter 24-36 Stunden, bis es verdaut ist.



Natürlich ist man am Anfang unsicher, suggeriert einem doch die Futtermittelindustrie, dass nur durch ihre Produkte eine ausgewogene Ernährung möglich sei. Selbstverständlich kann man auch Fehler bei der Ernährung machen - sowohl bei Hunden als auch bei Menschen. Es ist jedoch nicht schwierig, wenn man einige Grundsätze beachtet.

Ein gesunder Hund bekommt ca. 70 % Fleisch und Knochen. 10 % Innereien und 20% Gemüse und weitere Zusätze. Unter Zusätzen zählen u.a. Blütenpollen, Kokosflocken, Nüsse, gemahlene Hagebuttenschalen, kaltgepresste Öle, Kräuter, Knoblauch usw. Fleisch allein ist keine ausgewogene Ernährung. Der Knochenanteil muss relativ groß sein, damit das Phosphor-Kalzium-Verhältnis stimmt (Fleisch/Knochen). Innereien sollten nicht mehr als 15 % der Gesamtmenge gefüttert werden. Sie enthalten aber spezielle Vitamine und Spurenelemente, die der Hund braucht. Eine ausschließliche Fütterung von Innereien stellt hingegen wieder ein Ungleichgewicht her, das langfristig zu Problemen führen kann. Leber ist vor allem wichtig wegen dem Vitamin A, welches aber nur langsam vom Körper wieder abgebaut wird und bei Überdosierung schadet.



Fleisch und Knochen können gut eingefroren werden, sollten aber wegen der wasserlöslichen Vitamine mit dem Auftauwasser gefüttert werden. Frisch ist natürlich am besten. Können aus irgendwelchen Gründen keine Knochen gefüttert werden, sind Knochenmehl, Eierschalen oder Sesampaste ein Ersatz.

Der Gemüseanteil sollte zu 50 % aus grünen Blattsalaten bestehen, der restliche Anteil kann aus allen anderen Gemüsearten bestehen. Es eignen sich z.B. Möhren, Fenchel, Gurke, Kürbis Brokkoli usw. Früchte und Beeren können selbstverständlich auch gefüttert werden, sollten jedoch wegen dem Fruchtzucker nicht überwiegen. Das Gemüse wird roh, allerdings fein püriert gegeben. Da Hunde die pflanzlichen Zellwände nicht aufschließen können, muss diese manuell durch Zerhacken oder Pürieren zerstört werden, damit der Hund von den Inhaltsstoffen profitieren kann.

Die Vorteile von BARF sind überzeugend:
- glänzendes Fell
- kaum Mund- oder Körpergeruch
- weiße Zähne ohne Ablagerungen
- kleine Kotmengen, die kaum riechen
- starkes Immunsystem
- erhöhte Resistenz gegen Darmparasiten
- Senkung des Allergierisikos
- langsames, gleichmäßiges Wachsen

Ein abwechslungsreiches, frisches und artgerechtes Futter versorgt meinen  4-Beiner mit allem, was sie braucht..

Auf folgenden Seiten könnt Ihr Euch weiter über Artgerechte Ernährung von Hunden informieren:

www.barfers.de
Private Seite von Karen Beestroem


Empfehlenswerte Literatur:
Natural Dog Food von Susanne Reinerth

 

 
Suche